Grünes Quartier

Grün im Siedlungsraum braucht neben den gesetzlichen Vorgaben, fördernden Planungsinstrumenten, kommunikativen Massnahmen, diversen Experten (aller Geschlechter) auch engagierte Menschen, die sich vor Ort einsetzen und die Natur in ihren Alltag integrieren.

So wie im Quartier Steigerhubel in Bern, das als inspirierendes Beispiel für gelungene Naturförderung im Siedlungsraum gilt. Es ist vor allem der Initiative von Peter Strub, einem Naturgärtner und Bewohner der Siedlung zu verdanken, dass sich hier Mensch und Natur in der Stadt, fast vorbehaltslos, entfalten können.

Eine Hauseinheit mit vorgelagertem Gemüsegarten

Die einzelnen Hauseinheiten werden von verschiedenen Parteien bewohnt, die sich den Aussenraum gemeinsam teilen, ohne innere Abgrenzungen durch Hecken oder Zäune.

Der Aussenraum wird von den Bewohnenden nach ihren Bedürfnissen und Vorstellungen gestaltet.

Die Gärten werden von den Bewohnenden selbst gestaltet mit Unterstützung durch Peter Strub. Die Hecken um die Hauseinheiten werden zweimal im Jahr geschnitten, um Schutz und Rettung nicht zu behindern. Ansonsten darf fast alles wachsen.

Fassadenbegrünung mit einer Glyzine, die eine Etage tiefer als Pergola gezogen wird.

Die Identifikation der Bewohnenden mit ihrem Quartier ist hoch. Diskussionen gibt es auch hier, aber die Natur vor der Haustür wird als Gewinn wahrgenommen und dementsprechend geschätzt und gefördert.

Die Gärten haben keine inneren Abgrenzungen. Die Bewohnenden schaffen es dennoch, sich ihre individuellen Plätze und Rückzugsorte zu schaffen.

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