Forsythie, was nun?

Forsythie, was nun?

In vielen Gärten läuten Forsythien den Frühling ein. Mit ihrer goldgelben Blütenpracht sind sie sehr auffällige Sträucher. Aber meistens sind sie für Insekten eine Mogelpackung, denn ein Grossteil der gepflanzten Sorten ist steril. Wenn du also den Insekten Pollen und Nektar bieten möchtest und dennoch blühende Sträucher im Garten haben willst, pflanze Wildsträucher wie die Kornelkirsche. Falls du aber trotzdem eine Forsythie im Garten haben möchtest, nimm die pollenproduzierende Sorte Beatrix Farrand.

Einen schönen Frühling und viel Spass im Garten.

Wilde Tulpen

Wilde Tulpen

Tulpen gehören neben Rosen zu den beliebtesten Blumen im Garten. Auch in einem Naturgarten dürfen sie ihren Platz einnehmen. Es gibt nämlich eine wunderbare wilde Alternative zu den Zuchttulpen. Die wunderbar zarten Wildtulpen.

Wer kennt sie nicht, die farbenfrohen Tulpen, die den Frühling begleiten. Weniger bekannt hingegen sind ihre wilden Vorfahren, die Wildtulpen. Aber auch sie bezaubern mit wunderschönen Blüten und interessantem Farbenspiel. Zudem sind sie wichtige Pollenlieferanten für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten.

Wildtulpe

Beliebte Frühblüher

Als Frühblüher läuten die Wildtulpen die Gartensaison ein. Sie sind deshalb sehr beliebt bei Wildbienen und anderen Insekten. Zudem sind sie kleine Schönheiten. Die beliebten Frühlingsblüher eignen sich hervorragend zum Verwildern als Unterpflanzung oder in Staudenbeeten. Wildtulpen wie Tulipa tarda oder die heimische Weinberg-Tulpe (Tulipa sylvestris) bilden an geeigneten Standorten mit den Jahren sogar immer üppigere Bestände.

Kinder der Sonne

Wie auch die Zuchtformen lieben Wildtulpen sonnige Standorte. Als Steppenpflanzen brauchen sie einen durchlässigen, leichten Boden und viel Sonne. Entsprechend fühlen sie sich in der Gesellschaft von Gräsern, Artemisia-Arten, Lauch-Arten, Astern, Disteln, wilden Nelken und anderen Steppenpflanzen wohl. Die Fruchtstände werden nicht geschnitten. Eine Vermehrung durch Samen ist somit möglich. Und im Gegensatz zu den Zuchtformen nimmt man die Zwiebeln von Wildtulpen nicht aus dem Boden.

Tulpen aussäen

Wildtulpen kannst du auch aussäen. Dazu erntest du im Sommer die reifen Kapseln, lagerst sie trocken und säst die Samen im Herbst flach in Tontöpfe mit einem 1:1-Gemisch aus Sand und Anzuchterde aus. Danach setzt du die Töpfe in ein Frühbeet und senkst sie leicht ein. Die ersten Samen keimen dann im Spätwinter. Die Jungpflanzen belässt du bis zum Herbst des folgenden Jahres in den Töpfen und versorgst sie gelegentlich mit biologischem Flüssigdünger. Ab September kannst du die kleinen Zwiebeln dann ins Beet umsetzen, wo sie nach weiteren zwei Jahren zum ersten Mal blühen. Da Tulpen sich leicht untereinander kreuzen, bergen die Ergebnisse kleine Überraschungen.

Tulpen im Blumentopf

Wildtulpen lassen sich auch gut in Blumentöpfen und Kübeln kultivieren. Wichtig ist, dass die Gefässe gut dräniert und tief genug sind. Bohre bei Bedarf weitere Abzugslöcher und fülle die Töpfe oder Gefässe mit einem 1:1 Gemisch aus Blumenerde, Sand und Blähton. Beim Bepflanzen im Herbst kannst du die Zwiebeln gut in zwei bis drei Lagen übereinandersetzen. So passen viel mehr Pflanzen hinein und die Blüte wirkt im Frühling viel üppiger.

Warum biologische Blumenzwiebeln?

In der konventionellen Blumenzwiebelerzeugung wird sehr viel Chemie verwendet. Unter anderem das umstrittene Herbizid „Roundup“. Durch die Anzucht von biologischen Blumenzwiebeln werden Böden und Grundwasser nicht belastet und auch die Insekten geschont. Sie leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Sortenvielfalt und zur Erhaltung seltener Arten. Biologisch produzierte Wildtulpen sind überdies robuster und langlebiger.

Bezugsquellen: